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E-Bike Fragen und Antworten

Wo darf mit dem E-Bike gefahren werden?

Da es sich bei einem E-Bike rechtlich um ein Fahrrad handelt, muss mit dem E-Bike auf einem Radweg gefahren werden, sobald dieser vorhanden und als ein solcher gekennzeichnet ist. Für ein S-Pedelec gilt ein Straßenfahrgebot. Ausnahmen: Der Radweg ist durch Beschilderung für motorisierte Zweiräder freigegeben, außerhalb geschlossener Ortschaften oder wenn der Motor ausgeschaltet ist.

Muss das Fahrrad oder E-Bike den Vorschriften der StVZO entsprechen?

Wird das E-Bike auf öffentlichen Straßen genutzt, ist eine StVZO konforme Ausstattung zwingend erforderlich:

Ein weißer Scheinwerfer vorne, ein rotes Rücklicht hinten, ein weißer Reflektor vorne, ein roter Reflektor hinten (nicht höher als 600 mm vom Boden gemessen montiert), ein roter Großflächenreflektor (Z-Rückstrahler).

Je zwei gelbe Speichenreflektoren in den Laufrädern oder weiße Reflexstreifen an den Reifen oder Felgen.

Zwei voneinander unabhängige Bremsen.

Zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale, mit je zwei nach vorn und hinten wirkenden, gelben Reflektoren.

Eine helltönende Glocke.

Die Beleuchtungs-Bauteile (Scheinwerfer, Rücklicht und Reflektoren) müssen vom Kraftfahrzeug-Bundesamt zugelassen sein. Zu erkennen ist das an der K-Nummer, die auf dem jeweiligen Bauteil angebracht sein muss (Beispiel: ~K123456).

Welche Auswirkungen hat Witterung auf den E-Bike-Betrieb?

Generell ist zu sagen, dass die Technik kälteresistent ist. Allerdings schränken tiefe Temperaturen die Leistungsfähigkeit der Akkus erheblich ein. Die Reichweiten reduzieren sich durch fallende Temperaturen deutlich. Die ideale Lade- und Lagertemperatur für Akkus liegt bei 10-20 Grad, deutlich tiefere Bereiche können den Akku beim Laden schädigen.

Wie überwintern E-Bike und Batterie?

Wenn Sie Ihr neues E-Bike nicht das ganze Jahr über benutzen, sollten Sie am Ende der Saison den Akku entfernen und das Rad gründlich waschen. Sobald es ganz trocken ist, mit einem Wachsspray einsprühen. Idealerweise stellen Sie es in einen trockenen Raum mit konstanter Temperatur. Die Batterie laden Sie zu 50 - 70 Prozent auf und lagern sie trocken und frostfrei. Das Ladegerät nehmen Sie aus der Steckdose. Machen Sie sich eine Notiz in den Kalender, dass Sie in der ersten Januarwoche die Batterie wieder auf 50 - 70 Prozent nachladen. Bei der Gelegenheit pumpen Sie auch die Reifen an Ihrem Rad wieder auf. Pünktlich zum Frühjahr wecken Sie Ihr E-Bike für neue Abenteuer aus dem Winterschlaf.

Schadet das Zwischenladen der Batterie?

Früher war er gefürchtet, der so genannte „Memory-Effekt“. Das unvollständige Laden eines Akkus führte zu einer Absenkung der Ladekapazität. Dank moderner Lithium-Ionen-Technologie gehört dieses Problem jedoch längst der Vergangenheit an. Speziell bei E-Bikes raten Experten heute sogar zum Zwischenladen. So lässt sich innerhalb von ein bis zwei Stunden die Reichweite beträchtlich erhöhen – bestens geeignet ist hier beispielsweise die Mittagspause einer ausgedehnten E-Bike-Tour. Denken Sie beim E-Biken im Ausland an möglicherweise benötigte Stecker-Adapter.

Wie kann das E-Bike transportiert werden?

Ihr E-Bike können Sie wie jedes normale Fahrrad transportieren. Da das Gewicht der E-Bikes leicht erhöht ist, eignet sich der Dachgepäckträger jedoch nicht für den Transport mit dem Auto. Hier hat ein Heckträger deutliche Vorteile. Den Akku sollten Sie entnehmen und separat im Kofferraum transportieren.

Welche Faktoren spielen bei der Reichweite pro Akku-Ladung eine Rolle?

Es gibt viele Faktoren, die für die Reichweite eine erhebliche Rolle spielen. Entscheidend ist natürlich der Anteil an Anstiegen und Abfahrten während der Tour. Mit welchem Luftdruck der Fahrer unterwegs ist, entscheidet genauso über die mögliche Strecke wie das Gesamtgewicht. Die unterschiedlichen Antriebssysteme bieten i.d.R. verschiedene Unterstützungsintensitäten. Je höher der Unterstützungsgrad, desto geringer die Reichweite. Weitere Faktoren sind z.B. die Witterung und der gewählte Gang der Schaltung. Durch Rekuperationslösungen (Energierückgewinnung; NICHT bei Mittelmotoren) kann die Reichweite erhöht werden. Die Angaben der Hersteller sind generell als Richtwerte anzusehen. Durchschnittlich beträgt die Reichweite mit heutigen Systemen ca. 80-100 Kilometer.

Wie lange "lebt" mein Akku?

Heutzutage sind im Großteil der am Markt zu erwerbenden E-Bikes Lithium-Ionen-Akkus verbaut. Dieser Akku-Typ ist umweltfreundlicher und leichter als z.B. Blei-Akkus, außerdem hat er eine hohe Speicherkapazität von bis zu 180 Wh/kg. Der sogenannte, früher viel gefürchtete, Memory-Effekt tritt auch nicht mehr auf. Somit kann und sollte der Akku auch geladen werden, wenn er noch nicht leer gefahren ist. Die gängigen Hersteller geben an, dass der Akku ca. 700 bis 1000 komplette Ladezyklen durchlaufen kann, bevor ein relevant zu spürender Reichweitenverlust entsteht. Hierbei ist zu beachten, dass eine 50-prozentige Ladung eben auch nur einen halben Zyklus bedeutet. Wird nun eine durchschnittliche Reichweite von 80 Kilometern zugrunde gelegt, so bedeutet das eine Gesamtreichweite von 56.000 bis 80.000 Kilometern.

Wie und wo kann der Akku geladen werden?

Besonders wichtig ist, dass ausschließlich das Original-Ladegerät verwendet wird. In der Regel kann der Akku direkt am Rad aufgeladen werden. Außerdem besteht bei den meisten Modellen die Möglichkeit den Akku vom Rad zu entnehmen, um diesen separat zu laden. Die optimale Ladetemperatur liegt bei 10-20 Grad. Generell ist es ratsam, den Akku sowohl beim Laden als auch bei der Lagerung in beheizten Wohnräumen zu platzieren.

Darf ich mit meinem E-Bike Kinder in einem Kinderanhänger ziehen?

Hierbei muss auf die gesetzliche Bezeichnung geachtet werden. Die Grundlage dazu bietet §21 Abs. 3 StVO. Demnach ist der Transport mit den normalen Pedelecs erlaubt, mit S-Pedelecs und E-Bikes (selbstständig fahrend/ohne Tretunterstützung) wiederum nicht.